Spezielle Therapieformen in der Logopädie

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CCOFS (Therapie des Cervico-Cranio–Oro-Facialen Systems)

Diese Methode wird vorwiegend bei Gesichtslähmungen, aber auch Schluckstörungen angewandt.
Als Gast können Sie die Behandlung entspannt auf der Liege in Rückenlage genießen. Kopf und mimische Muskeln, bei Bedarf auch Schultern und Nacken, werden mit sanften kreisenden, streichenden oder vibrierenden Bewegungen angeregt.
So kann z. B. ein Auge wieder vollständig geschlossen, Nahrung im Mund behalten oder das Schlucken erleichtert werden.

Neurokognitive Behandlung von Facialisparesen nach Perfetti

Nach einer Gesichtslähmung verlieren wir mehr als nur die Fähigkeit, einfach Bewegungen im Gesicht auszuführen. Wir verlieren hauptsächlich die Fähigkeit, unsere Gefühle auszudrücken.
Perfetti verbindet Emotion und Fühlen mit einer Bewegung. Nur was gespürt werden kann und unser Gehirn bewusst wahrnimmt, kann verändert werden.

CRAFTA

Das Kiefergelenk kann bei dauerhafter Fehlbelastung und damit verbundenen Anspannungen zu Einschränkungen in Körperregionen führen, die man im ersten Moment nicht mit dem Kiefer in Verbindung bringt z.B. Schmerzen im Gesicht, den Ohren, am Kopf, im Nacken, Gefühlsstörungen oder sogar Tinnitus und Gleichgewichtsstörungen.

In der Therapie ist die Haltungsschulung Grundlage. Mit den erfahrenen Händen der Logopädin werden dann Muskeln und Gelenke in Balance gebracht. Für einen dauerhaften Erfolg wird auch ein Heimübungsprogramm erarbeitet, damit alte Gewohnheiten wie Zähneknirschen/beißen langfristig abgebaut werden können.

K-Taping

Die farbigen Klebebänder auf Armen, Beinen oder Schultern haben Sie sicher bereits an Anderen gesehen oder vielleicht sogar schon selbst probiert. Auch wir Logopäden nutzen den Effekt dieser elastischen Baumwollbänder, um gezielt körpereigene Heilungsprozesse speziell im Gesicht, Hals oder Kiefer zu unterstützen.

Manuelle Schluck-, Stimm-, Kiefer- und Gesichtsbehandlungen

Berührt zu werden, gehört zum Leben wie die Luft zum Atmen. Körperkontakt sorgt für Gesundheit, Ruhe und Wohlbefinden.

Die manuelle Behandlung bedeutet gezielte Berührung durch die geschulten Händen der Therapeutin und ist auch in der Logopädie nicht mehr wegzudenken. Durch sanftes Streichen oder gezielten leichten Druck werden für das Schlucken und Sprechen relevante Regionen stimuliert oder beruhigt.  

ParPhyLo

In der logopädischen Behandlung der mit Parkinson verbundenen Veränderungen der Stimme, des Schluckens und Sprechens, ist die physiotherapeutische Unterstützung unerlässlich. Schließlich hängen Stimme, Sprechen und Schlucken unweigerlich mit der Körperhaltung und der ganzkörperlichen Bewegungsfähigkeit zusammen.

„ParPhyLo“ (Parkinson + Physiotherapie + Logopädie) ist ein in der Klinik Pirawarth entwickeltes Konzept zur Behandlung unserer Gäste mit Parkinson und vereint große, stetig wiederholende Bewegungen und Körperaufrichtung mit Stimme, Sprechen und Schlucken.

Transkranielle Gleichstromstimulation

In all unseren Therapien sind wir bemüht, die bestmöglichen Fortschritte für unsere Patienten zu erreichen. Hierfür greifen wir auch auf moderne durch Technik unterstützte Methoden zurück.

In der Aphasietherapie, speziell im Bereich der Wortfindung, ist dies die sogenannte transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) , bei der mithilfe von 2 Elektroden am Kopf das Gehirn gezielt mit schwachem Strom stimuliert wird. Die Methode ist wissenschaftlich bereits mehrfach untersucht, schmerzfrei und wird von unseren Patienten gut angenommen. Die tDCS findet parallel zu den Sprachübungen statt und kann den Wortabruf bzw. die Wortfindung positiv unterstützen. Die tDCS findet parallel zu den Sprachübungen statt und kann den Wortabruf bzw. die Wortfindung positiv unterstützen.

Häufige Fragen