Psychosomatik - Körper & Seele


Wer immer auf Vollgas läuft, brennt irgendwann aus

Veränderung

Zeiten der Veränderung sind labile Zeiten. Ganz natürlich bewegen sie das Leben und wir erbringen Flexibilität und Anpassungsleistung um stets im Gleichgewicht mit uns selbst zu sein. Die Krise entsteht, wenn Veränderungen bedrohlich erlebt werden. Diese können sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich entstehen und Beziehungen zu PartnernInnen, Kindern, FreundInnen, KollegInnen, belasten.

Beruf

Oft steht am Anfang des Burnout Prozesses ein Einschnitt im Berufsleben, z. B. ein Positionswechsel. Wenn berufsbezogene Erwartungen sehr hoch sind, dann besteht eine erhöhte Gefahr, dass sich zu einem späteren Zeitpunkt Burnout entwickelt. Hoher Stress kann in dieser Situation nicht mehr ohne professionelle Hilfe bewältigt werden.

Pension

Viele Menschen definieren ihren Wert über die berufliche Tätigkeit und die erreichte berufliche Stellung. Mit dem Ausscheiden aus der Berufstätigkeit und dem Eintritt in die Pension geht ein Teil dieser Identität verloren. Der Übergang in den Ruhestand wird häufig als einschneidender Wendepunkt im Leben erlebt, der eine Krise auslösen kann.

Trennung

Familienkonflikte, insbesondere Trennungen oder Scheidungen sind für alle beteiligten mit emotionalem Stress verbunden.

In diesen Krisensituationen müssen wichtige Weichen für die Zukunft gestellt werden. Im Abstand zu allen Stressfeldern privat und /oder beruflich kann ein Perspektivenwechsel leichter vollzogen werden. Wir begleiten sie bei der Entwicklung Ihrer Problemlösungen und sind bei der Stärkung Ihrer körperlichen und seelischen Widerstandskraft (Resilienz) dabei. Sie lernen die kreative Kraft der Krise zu nützen und sie auf neue Lebensziele auszurichten.

Viele Burnout-Betroffene kommen mit zusätzlichen Beschwerden, die mit dem Syndrom in engem Zusammenhang stehen. Burnout kann zu vielen verschiedenen Beschwerden psychischer und physischer Natur führen und zeigt sich auf unterschiedlichste Weise. Oft treten muskuläre Spannungszustände, körperliche oder internistische Probleme und hohe Blutdruckwerte aber auch verschiedenste Schmerzsymptome auf.

In der Klinik Pirawarth werden sämtliche psychosomatischen Erkrankungen stets in Zusammenhang mit Burnout behandelt. 

Miteinander auf dem Weg zu neuen Erkenntnissen

Alle ankommenden Gäste werden gleich am Anfang von einem multidisziplinären Team durchgecheckt, um den Status Quo jedes Einzelnen festzustellen. Im Zentrum unserer Behandlung steht die Körperverhaltenstherapie.

Neben der individuellen Begegnung zwischen Gast und Therapeut ist ein wesentlicher Genesungsfaktor die Gruppenerfahrung mit Gleichgesinnten. 

Erklärtes Ziel ist, dass am Ende des Aufenthaltes der Burnout-Betroffene sein Leben wieder selbstverantwortlich in der Hand hat. Er muss das Gefühl haben, seinen Alltag wieder bewältigen zu können. Dr. Hochmair: „Wir sagen niemanden, dass er nach drei Wochen wieder gesund ist. Das ist ja auch gar nicht realistisch. Es zählt, was der Mensch erlebt und spürt, wenn er bei uns ist.“

Vorbeugen ist besser als heilen

Für Burnout-Betroffene selbst ist es oft schwierig zu erkennen, welches Problem sie haben. Sie gehen von einem Arzt zum anderen und es kann dennoch nichts gefunden werden. 

„Aufmerksam werden sollte man, wenn jemand immer wieder Infekte hat, in den Krankenstand geht oder überhaupt einen langen Krankenstand benötigt, weil es in der Arbeit Probleme oder Mobbing-Situationen gibt. Und es besteht meist dieses Gefühl, nichts mehr bewältigen zu können“, erklärt Dr. Hochmair. Warnsignale sind aber auch Probleme im häuslichen Milieu, Kopf- oder Bauchschmerzen ohne klare Befunde, Herzrasen, Luftnot, Schweißausbrüche, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, Vergesslichkeit und Schlafstörungen. Wenn plötzlich und ohne erkennbare Vorbelastungen körperliche Symptome wie Kopfschmerz, Schwindel, starke unaufhörliche Müdigkeit oder Zittern auftreten, sollte man ebenfalls an Burnout denken.

Häufige Fragen