Musiktherapie

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Im Rahmen der Therapie wird Musik gezielt eingesetzt, um das körperliche und seelische Gleichgewicht zu fördern bzw. wieder herzustellen. Dabei soll Bewegung in den Zustand des/der Patient/in gebracht werden, damit ein Kommunikationsaufbau, die Modulation von Emotionen, eine Motivationsveränderung und ein Kognitionswandel ermöglicht werden. Die individuelle Regulationsfähigkeit und Selbstwahrnehmung wird gefördert. Durch das Erleben freudvoller Momente wird ein positives Lebensgefühl vermittelt.

„Musik ist nicht einfach was sie ist; sie ist das was sie dem Menschen bedeutet, was sie für ihn tun kann. Die Beschäftigung mit Musik kann den Menschen zeigen, was sie miteinander verbindet.“ (Sir Simon Rattle)

Es ist nicht notwendig, dass der/die Patient/in musikalische Vorkenntnisse besitzt. Mit Orff-Instrumenten kann auf einfache, leicht spielbare Weise Musik gemacht werden, die die verschiedenen Sinne (akustisch, optisch, taktil) anspricht. Ebenso wird Musik begleitend zu Tanz -, Atem - oder Bewegungsübungen eingesetzt. Musiktherapie findet in Einzel – oder Gruppensettings statt, je nach individuellen Vorlieben oder Voraussetzungen. Im Rahmen des begleitenden therapeutischen Gespräches wird der jeweilige Therapieprozess mit dem/der Patientin reflektiert und verarbeitet.

Die Musiktherapie ist eine eigenständige, wissenschaftlich-künstlerisch-kreative und ausdrucksfördernde Therapieform.

Grundlegende Aspekte dabei sind

Regulation: Musik (perzeptiv, produktiv), Gesang und Bewegung wirken ausgleichend, beruhigend, aktivierend

Beziehung: eröffnet ein bedeutsames Erlebnis- und Gestaltungsfeld zwischen Patient/in und Therapeut/in

Erleben von Freude und Harmonie: führt zur Wiedererrichtung einer inneren Struktur (Therapieeinheit und Gesamtprozess)

 Der Mensch als bio-psycho-soziales Wesen steht im Mittelpunkt der Zielsetzung der Therapie.

Das Ziel wird in Hinblick auf die jeweiligen Bedürfnisse und Entwicklungspotenziale des/der Patient/in definiert.

Häufige Fragen